Zur aktuellen Situation, Stand 18. März 2020

Wir wollen uns als Kirche bei allen Entscheidungen nicht von Angst leiten lassen, zugleich wissen wir uns aber in der Verantwortung denen gegenüber, die durch das Virus besonders gefährdet sind. Das ist ein Gebot der Vernunft und der Nächstenliebe gleichermaßen. Alles was derzeit zur Verringerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit beiträgt, wird helfen, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen vor schweren Schäden zu bewahren, bzw. deren bestmögliche medizinische Versorgung sicher zu stellen.

Gottesdienste, Gruppen und Kreise
Alle Gruppen, Kreise und Veranstaltungen werden derzeit ausgesetzt, um eine Verbreitung des Virus zu unterbinden. Seit dem 16.3. sind auf staatliche Anordnung auch alle Zusammenkünfte in den Kirchen untersagt. Davon sind auch Taufen und Trauungen betroffen.

Offene Auferstehungskirche
Derzeit dürfen die Kirchen für die persönliche Andacht offenbleiben, denn gerade jetzt ist es für manche Menschen wichtig, einen Ort des Trostes und des Gebetes zu haben.

Seelsorge
Im Moment nehmen wir auch von Besuchen (z.B. anlässlich von Geburtstagen) Abstand. Wir wollen Sie nicht gefährden, indem wir unbewusst Krankheitserreger von einem Haus ins nächste tragen. Wir, Pfarrer Friedrich Martin, Pfarrer Alexander Bauer und Vikarin Miriam Pieczyk, nehmen uns gerne Zeit für Gespräche mit Ihnen am Telefon. Rufen Sie uns doch an (08221/6479 oder 08221/4734 oder 08221/9668740) oder hinterlassen Sie ggf. bei der Sekretärin oder auf dem Anrufbeantworter eine Rückrufbitte.
Selbst ein Telefonat kann helfen, die teilweise Isolation zu überwinden, in die uns die derzeitige Lage bringt. Wir wollen für Sie da sein und nehmen uns am Telefon gerne Zeit für Ihre Sorgen und Ängste, für Ihre Fragen und Anliegen. Scheuen Sie bitte nicht davor zurück, sich bei uns zu melden.

Sie brauchen Hilfe?
Im Moment fällt es uns schwer einzuschätzen, welche Hilfen gerade ältere Gemeindeglieder benötigen. Bitte rufen Sie uns im Evang. Luth. Pfarramt an (08221/6479), wenn wir etwas für Sie tun können.
Was neu auflebt, ist eine Nachbarschaftshilfe: die Jüngeren achten auf die Älteren im Haus oder auch in der Straße und bieten ihre Hilfe an. Wer überhaupt keine Unterstützung erfährt, möge sich bitte im evangelischen Pfarramt melden.

Helferinnen und Helfer gesucht
Sie möchten gerne Ihre Hilfe anbieten? Vielen Dank! Bitte rufen Sie im evangelischen Pfarramt an (08221/6479).

Bestattungen finden weiterhin statt. Auf Empfehlung unserer evangelischen Landeskirche nur im Familienkreis und am besten draußen am Grab, wo die Trauernden auch den nötigen Abstand zueinander halten können. Wir sind mit der Stadt Günzburg und den Außenorten und den jeweiligen Bestattern im Austausch.

Wir wünschen uns allen für die nächsten Tage und Wochen, dass wir uns nicht von Panik, sondern von gesundem Menschenverstand und Nächstenliebe leiten lassen. Beten wir für die besonders gefährdeten Menschen und die, die bereits erkrankt sind. Wenn wir uns alle an die staatlichen Vorgaben halten, feiern wir womöglich an Ostern wieder gemeinsam. Was wird das dann für ein Fest sein: Aufstehen, aufeinander zugehen und miteinander Auferstehung feiern!

Alles Gute und Gottes Segen
Ihre Pfarrer Friedrich Martin und Alexander Bauer, Ihre Vikarin Miriam Pieczyk