Präsenzgottesdienste bis 10. Januar abgesagt

Mit großem Bedauern teilt der Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Günzburg, vertreten durch Pfarrer Frank Bienk, mit, dass ab sofort und zunächst bis einschließlich 10. Januar keine Gottesdienste mit direkter Gemeindebeteiligung mehr stattfinden.

 

Intensiv hat der Kirchenvorstand zuletzt am Abend des 21. Dezember beraten, was in der aktuellen Situation bei uns vor Ort verantwortbar ist und was nicht.

Wir danken Politik und Kirchenleitung, dass sie die letzte Entscheidung über die Durchführung von Präsenzgottesdiensten bei den Kirchengemeinden vor Ort belassen haben und nehmen unsere daraus resultierende Verantwortung sehr ernst.

Das Interesse der Gemeindeglieder, auch in diesem Jahr Gottesdienste in der Gemeinde zu feiern steht dabei neben der Sorge, dass wir durch unser Handeln zur weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie beitragen könnten.

Einstimmig fiel deshalb schließlich die Entscheidung, dass es für uns in diesem Jahr ein Zeichen der Nächstenliebe ist, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Wir verstehen unsere Entscheidung zugleich als Zeichen der Solidarität mit allen Menschen, die im Moment ebenfalls harte Einschnitte hinnehmen müssen, sei es als Künstler, in Handel und Gewerbe, oder im persönlichen Bereich.

Wir werden nun die Angebote, die Menschen auf anderen Kanälen zu erreichen noch ausweiten.

Aktuelle Informationen dazu werden auf unserer Homepage www.guenzburg-evangelisch.de bereitgestellt.

Am 24.12. werden hier der Text für eine Hausandacht und ein Videogottesdienst aus der Auferstehungskirche bereitstehen, voraussichtlich darüber hinaus auch noch ein Angebot speziell für Kinder. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann die Angebote in gedruckter Form bzw. auf DVD beim Pfarramt anfordern. Wir werden alles daransetzen, dass die Materialien bis 24.12. die Empfänger erreichen. Auch für die Gottesdienste an den beiden Weihnachtstagen und zum Jahreswechsel arbeiten wir ab sofort an Angeboten.

 

Bei seiner Entscheidung ist sich der Kirchenvorstand bewusst, dass andere Gemeinden anders entscheiden werden und entschieden haben. Das gilt sowohl für unsere evangelischen Nachbargemeinden wie für unsere katholischen Schwestern und Brüder, denen wir uns herzlich verbunden wissen. Jede Gemeinde hat andere Konzepte für das Weihnachtsfest entwickelt und muss entscheiden, ob sie diese noch verantworten kann und will. Wir konnten das für die von uns geplanten Gottesdienste nicht guten Gewissens tun. Wir respektieren aber auch jede andere Entscheidung und wollen durch unseren Beschluss auf niemanden Druck ausüben, es uns gleich zu tun.

Wir bitten unsere Gemeindeglieder nun herzlich um Verständnis und zugleich darum, nicht durch den Besuch der Gottesdienste in den Nachbargemeinden zur Verschärfung der Situation dort beizutragen.

Weihnachten fällt nicht aus – aber wir feiern in diesem Jahr anders als gewohnt.